Samstag, 23. September 2017

Wie stehen die Parteien zur Kultur- und Kreativwirtschaft?

Eine Woche vor der Bundestagswahl hat das Kreative Deutschland, der Dachverband der regionalen Branchenverbände der Kultur- und Kreativwirtschaft Deutschlands, sieben Fragen an die etablierten Parteien mit Bitte um Postionierung geschickt.
CDU/CSU, SPD, Grüne, FDP und die Linke beantworteten die sieben Fragen auf recht unterschiedliche Weise. Dass eine wirtschaftlich starke Branche, die mehr als  z.B. die Energieversorger oder die chemische Industrie erwirtschaftet, einen entsprechend hohen Stellenwert einnimmt, ist selbstverständlich. Denkt man. Doch das Spektrum der Antworten reicht von Verweisen auf den aktuellen Stand über wirklich gute Ideen und aberwitzigen Widersprüche bis hin zum „Ist mir doch egal“. Dabei waren die Themen der Wahlprüfsteine breit gestreut – von einer allgemeinen Einschätzung bis hin zu ganz konkreten Alltagsproblemen. Manche Parteien haben das in ihren Antworten für eine klare Positionierung genutzt.
Um jeder Parteilichkeit vorzubeugen, enthalte ich mich einer Zusammenfassung der Statements. Die Antworten kann jeder in nur 15 Minuten durchlesen und sich selbst ein Urteil bilden.

PS.: Unabhängig davon, ob diese Prüfsteine einen Einfluss auf Eure Entscheidung hatten, eins ist wichtig: Geht wählen.
Foto: Klaus Heidemann

Donnerstag, 31. August 2017

Winterdorf an der Elbe

Das romantische Schifferdorf Schmilka in der Sächsischen Schweiz, bereits zum schönsten Dorf Sachsen gekürt, wird zum zweiten Mal in ein wahres „Winterdorf“ verzaubert. Das Bio- und Nationalpark-Refugium um die Schmilk'sche Mühle wartet für Hotel- und Tagesgäste wieder mit einem Open-Air-Badezuber, kulinarischen Genüssen und zahlreichen Veranstaltungen auf. Dafür stehen neben den Hotels und Gästehäusern auch die Mühlenbäckerei, die Brauerei und das Badehaus zur Verfügung. Und alles natürlich Bio.
Aus diesem Grund wurden und werden spezielle „Winterdorf“-Anzeigen geschaltet. Auch in der gesamten Schmilka-Kommunikation erhält das „Winterdorf“ seinen würdigen Anteil. Ich freu’ mich drauf.

Freitag, 18. August 2017

In der Druckerei: Der neue Hauptkatalog von DIAMIR Erlebnisreisen

Alle Jahre wieder: Die Gestaltung des DIAMIR-Hauptkatalogs ist nach mehreren arbeitsintensiven Monaten weitestgehend abgeschlossen, die ersten Proofs der Druckerei Vetters liegen vor. Im Foto sind diese Kontrollausdrucke, Standproofs genannt, zu sehen. Nun werden nur noch die allerletzten Korrekturen vorgenommen – und dann geht’s los, die riesigen Druckwalzen beginnen sich zu drehen. Ich freue mich schon auf das fertige Druckstück, welches bei DIAMIR natürlich bestellbar ist. Über 500 Seiten mit Reiseträumen in über 120 Ländern, da darf man gespannt sein.

Sonntag, 23. Juli 2017

Helga Rabl-Stadler über Compliance

Helga Rabl-Stadler, Festspielpräsidentin in Salzburg, über die Notwendigkeit von Compliance-Regeln:
»Leider entstanden diese Vorschriften, weil der Anstand verlorengegangen ist. Ein anständiger Mensch weiß, was er annehmen kann und was nicht.«
Foto: Klaus Heidemann

Sonntag, 2. Juli 2017

Das Versal-Eszett (ẞ) ist nun rechtens

In typografischen Fachkreisen wurde an der Form für den Großbuchstaben des „ß“ schon seit einigen Jahren gearbeitet und die Einführung gefordert. Ein Beispiel dafür ist dieser Artikel das Fachforums typografie.info aus dem Jahr 2013. Doch die Diskussion dazu begann bereits vor über 100 Jahren. Nun ist es amtlich: Seit dem 29. Juni 2017 ist das Versal-Eszett Bestandteil der amtlichen deutschen Rechtschreibung.
Die bereits vorliegenden Entwürfe der Buchstabenform überzeugen mal mehr und mal weniger. Doch voraus gesetzt, die verwendete Schrift enthält überhaupt eine Glyphe für den doch nicht ganz so neuen Buchstaben, wie gibt man ihn ein? Auch damit hat sich Ralf Herrmann, der Betreiber von typografie.info, bereits 2014 beschäftigt: Wie gibt man das große Eszett ein? Oder man kopiert es einfach hier hier: ẞ Bitteschön.
Foto: Klaus Heidemann (Bunte Republik Neustadt)

Samstag, 24. Juni 2017

Wein auf Kos und Leros

Die Weine der Ägäischen Inseln sind hierzulande kaum bekannt: keine großen Winzernamen, in den Weinführern nicht existent, in Deutschland kaum erhältlich. „80 Prozent allen Weins der Dodekanes entsteht auf Rhodos“, beschreibt Wikipedia den Weinbau auf den Dodekanes. „Daneben ist der Weinbau auf Kos ebenfalls gut strukturiert … während auf … Leros praktisch nur für den Hausverbrauch produziert wird.“ Und doch können die beiden Inseln Kos und Leros mit kleinen Schätzchen überraschen. Vorherrschend sind die beiden regionaltypischen Rebsorten Assyrtiko und Malagousia (auch: Malagouzia). So hat jedes Weingut der beiden Inseln ein Verschnitt dieser beiden Weißweinsorten im Angebot. Daneben findet man u.a. auch Chardonnay oder Rotweinsorten wie z.B. Cabernet Sauvignon oder Syrah. Die Weine werden hier nicht am Berg, sondern aus klimatischen Gründen in der Ebene angebaut.
Vorab sein erwähnt: Für etwa 8 Euro bekommt man in anderen Regionen Weine, die sicherlich besser sind. Und doch habe ich die Weine auf Kos und Leros gern genossen. Denn mit ihrem individuellen Geschmack unterstützen sie das Erleben der Region und seiner kulinarischen Eigenheiten ideal. Zum frisch gefangenen Fisch ist ein Assyrtiko-Malagousia-Weißwein ein guter Partner. Und auch zuhause passt der Wein zum griechischen Hauptgang ganz hervorragend.
Beginnend auf Kos muss man leider feststellen, dass ein Besuch der Weingüter eigentlich nicht lohnt. Am Tresen stehend darf man sich die Proben zu Gemüte führen, wird von einer netten jungen Damen dabei beobachtet, darf dann ein paar Flaschen kaufen und wieder abtreten. Schade, denn die Weingüter mit ihrer modernen Architektur sind eigentlich optisch recht ansprechend und mit ihrer Lage auch gut zu erreichen. Doch von Weinkultur keine Spur. Gemütlich geht anders. Zum Glück sind die regionalen Weine auch im Supermarkt (zum gleichen Preis) erhältlich.
Der Assyrtiko-Malagousia des Weinguts Hatziemmanouil (direkt an der Hauptstraße in der Nähe der Kreuzung nach Tigáki, Preis: 8 Euro) wurde 2017 in Lyon mit Silber ausgezeichnet. Das Aroma ist von einer stark fruchtige Note (Zitrusfrüchten und Pfirsich) geprägt, die frische Säure ist keinesfalls unangenehm.
Malagousia im Verschnitt mit Sauvignon Blanc gibt es beim Weingut Triantafyllopoulos (von der Hauptstraße abbiegen Richtung Lagoudi/Zia, Preis: 8 Euro). Auch hier kommt wieder die recht fruchtige Note zum Tragen, abgerundet durch eine schöne frische Säure. Desweiteren wird ein Chardonnay präsentiert, der einige Monate im Eichenfass lag (8,70 Euro). Hier will ich nicht ungerecht sein: Ich mag Weißweine aus dem Eichenfass einfach nicht. Aber wem’s gefällt…
Es gibt in der Nähe von Kos-Stadt (ebenfalls direkt an der Hauptstraße) noch das Weingut Mesariano, welches sich mit organisch-biologischem Weinbau beschäftigt. Allerdings sind mir diese Weine leider nicht begegnet.
Und auf Leros? Auch hier findet man die Symbole der Weinroute. Im Norden der Insel findet man das Weingut Hatzidakis (an der Hauptstraße hinter Kamara, online nur bei bei Facebook), welches sich mit dem stolzen Markennamen „Iokallis“ auf die Gottheit Artemis bezieht. Auch hier wird ein Assyrtiko-Malagousia-Verschnitt (7,20 Euro) mit den beschriebenen Eigenschaften angeboten. Allerdings haben uns die Weine von Kos mehr überzeugt. Folgt man der Weinroute weiter bis fast nach Blefouti, versteckt sich dort noch ein weiteres Weingut namens Isihos, welches ich allerdings nicht besucht habe.
Alles in allem ist es immer wieder ein schönes Erlebnis, lokale Weine zu entdecken. Auch auf Kos und Leros waren die Weine angenehme Begleiter der Speisen. Oder auch einfach nur so.
Foto: Klaus Heidemann, Weingut Hatzidakis auf Leros

Dienstag, 13. Juni 2017

Kreativraumförderung in Dresden

Wie von Wir gestalten Dresden zu erfahren war, wird es im Herbst eine weitere Runde der Vergabe von Fördergeldern für Kreativräume geben. Diese Fördermaßnahme der Stadt Dresden „zur Unterstützung der Modernisierung und Bereitstellung von Räumen für die Kultur- und Kreativwirtschaft“ soll Kreativen helfen, Maßnahmen und Projekte umzusetzen, die zur Verbesserung der Raumsituation von Akteuren der Kultur- und Kreativwirtschaft beitragen. „Die Fördersumme ist auf maximal 50 % des förderfähigen Investitionsvolumens begrenzt, beträgt mindestens 500,- Euro, höchstens jedoch 5.000,- Euro. Die Förderung wird als nicht rückzahlungspflichtiger Zuschuss gewährt.“
Wir gestalten Dresden bietet dazu Beratungen an, der Aufsichtsrat im Bereich der Architektur, Ruairí O’Brien, hat sich sogar für bauliche Themen zur Verfügung gestellt.
Kleiner Tipp: Die Förderung können auch Immobilienbesitzer beantragen, wenn sie Räumlichkeiten dauerhaft für die Kreativbranche zur Verfügung stellen.
Und noch ein weitere Tipp: Der Eigenanteil kann (zumindest teilweise) auch als Eigenleistung erbracht werden. Mehr dazu in den Beratungsgesprächen von Wir gestalten Dresden.

Foto: Klaus Heidemann

Montag, 12. Juni 2017

Wahnsinnige Kollegen über wahnsinnige Kollegen

Die beiden Fahrrad-Enthusiasten Constanze Hauf und Stefan Hilger, beide arbeiten in der Asien-Abteilung von DIAMIR Erlebnisreisen, schreiben in ihrem Blog „Go Discover“ über die Radtour von Joschi Cyffka, Key Account Manager bei der DIAMIR-nahen Werbeagentur 7o7.
In sechs Monaten soll der kleiner Hoppser von Dresden nach Ulaan Baatar (Mongolei) geradelt werden. Derzeit durchquert die kleine Gruppe die Türkei. Auf den 10.000 Kilometern wird das Team teilweise wechseln (bzw. hat auch schon gewechselt), denn nicht jeder kann sich sechs Monate Zeit dafür nehmen. Abgesehen von den vielen Erlebnissen ist die Reise auch sportlich anspruchsvoll: „So habe ich die Gruppe z.B. allein an einem Tag mit 200 km wieder eingeholt“, meint Joschi. 200 Kilometer! Also meine bevorzugte Art der Urlaubsverbringung ist das nicht. Aber trotz allem: Wir wünschen dem symphatischen Joschi alles Gute und viele schöne Erlebnisse.

Foto (Klaus Heidemann): Das nur mal als Beweis, dass ich auch schon mal ein Fahrrad gesehen habe. Mit dieser Möhre bin ich in großer Hitze von 0 auf über 400 Höhenmeter geradelt, nur um anschließend ein einigermaßen vernünftiges Panoramafoto erstellen zu können. Aber 200 Kilometer? Mal so eben zwischendurch? Wahnsinn.

Mittwoch, 19. April 2017

Website-Test für mobile Nutzung

Eine Optimierung für mobile Endgeräte wird von Google wohl für ein gutes Ranking in den Suchergebnissen vorausgesetzt. Unter https://testmysite.thinkwithgoogle.com/ können Webseiten auf diesen Aspekt hin überprüft werden. Viel Spaß dabei.
Google selbst erhält in diesem Test natürlich wenig überraschend Bestnoten. Doch schon bei den Webseiten von Facebook, der Telekom und sogar beim recht rudimentären Wikipedia-Design sieht es weniger berauschend aus. Von „poor“ über „fair“ bis „good“ ist alles dabei. Demzufolge müsste die erste Seite der Suchergebnisse eigentlich immer leer sein. :-) Manchmal ist Inhalt eben doch nicht ganz unbedeutend.

Motorradausfahrt mit Heimkindern

Bereits zum 16. Mal veranstaltet der Verein Sachsenbike eine Motorradtour für und mit Heimkindern. Freiwillige nehmen dabei Heimkinder als Sozius auf ihre Bikes (oder eben in den Seitenwagen). Die Kinder des Sonnenstrahl e.V., aus dem Kindererholungsheim für Tschernobylkinder in Hartenstein sowie weitere Heimkinder dürfen sich auf eine Motorradtour ab Schloss Augustusburg freuen. Bereits über 20 Biker haben sich für die Sachsenbike-Heimkinderausfahrt am 20. Mai gemeldet. Vorab gab es bereits eine kleine Tombola auf der Motorradmesse in Dresden.
Sachsenbike-Vorstand René Dahms berichtete mir bereits mehrfach von den leuchtenden Kinderaugen, die dieses Engagement der Biker ermöglichen. Danke für diese wunderbare Aktion.
Alle Informationen zur Tour, zu Möglichkeiten des Engagements sowie zu Möglichkeiten der Unterstützungen gibt es hier.

Montag, 13. März 2017

In der Druckerei: Broschüre zum Stadtverkehr in Leipzig

Wieder einmal ein Projekt zum Thema Verkehrsplanung: Der etwa 150 Seiten dicke Abschlussbericht zur »Studie zur Organisation des Stadtverkehrs unter besonderer Berücksichtigung des Wirtschaftsverkehrs« erhält begleitend eine 16-seitige Broschüre als Zusammenfassung. Die Studie ist Basis der (wirtschafts-) verkehrspolitischen Forderungen der IHK zu Leipzig an die Kommune. »Im Rathaus muss daher unverzüglich eine maßnahmenkonkrete strategische Investitionsplanung im Bereich der Verkehrsinfrastruktur vorgenommen werden, die der dynamischen Bevölkerungs- und Arbeitsplatzentwicklung sowie dem damit verbundenen wachsenden Verkehrsaufkommen gerecht wird«, schreibt der Präsident Kristian Kirpal.
Die Broschüre für das Ingenieurbüro IVAS im Auftrag der IHK zu Leipzig, die ich umsetzen durfte,  enthält einige Infografiken, die die Inhalte übersichtlich und prägnant darstellen sollen. Grundddesign, Farben und Schriftwahl waren natürlich durch die IHK zu Leipzig vorgegeben – doch gerade die Grafiken sorgen für etwas Auflockerung in der Gesamtdarstellung. Ein schönes Projekt.

Samstag, 4. März 2017

Klausurtagung von Wir gestalten Dresden

Die Gremien des Branchenverbands Wir gestalten Dresden fanden sich an zwei Tagen für eine weitere Klausurtagung zusammen. Aufbauend auf die Tagung im September 2016 wurde nun vor allem diskutiert, was die Dresdner Kultur- und Kreativbranche benötigt und wie der Branchenverband dabei unterstützend tätig werden kann und soll.
In der fünfjährigen Geschichte des Verbands wurde schon viel erreicht, doch nun war es Zeit für eine Überprüfung der eigenen Arbeit auf eventuelle Veränderungen und mögliche Anpassungen. Drei Vorstände, die Aufsichträte aus vier Teilbranchen, die beiden Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle sowie zwei Beiräte brachten dabei ihre Erfahrungen und Ideen ein. Verbesserungen wurden erarbeitet, Bewährtes bestätigt, neue Aufgaben formuliert.
Alles in allem war es m.E. ein produktives Treffen mit zahlreichen Ergebnissen. Bereits beim kommenden Newsletter werden Veränderungen sichtbar sein. Ebenso wird es eine Konkretisierung beim Beratungsangebot für Fördermitglieder geben, um ein weiteres Beispiel aufzuzeigen. Viele Maßnahmen werden rasch umgesetzt, doch manche werden erst mittelfristig realisierbar sein. Immerhin basiert die Arbeit des Verbands noch immer in weiten Teilen auf einer ehrenamtlichen Tätigkeit.
Veranstaltungsort war übrigens die Körnermühle, ein Bauerngehöft mit Pension in der Nähe von Dippoldiswalde – schön war’s dort.

Montag, 16. Januar 2017

Magic City – Die Kunst der Straße

Ob Schmiererei oder Kunst – die Bewertung von Street Art macht sich für viele am Ort fest, weniger am Werk selbst. Obwohl der Name „Street Art“ eigentlich … Wie auch immer.
Das Magic-City-Team um Carlo McCormick macht aus der Not eine Tugend: In der Ausstellung wurde eine künstliche Stadt installiert, auf deren Wände die Werke gesprüht, gemalt, geklebt und gehäkelt wurden. So ist es Schmiererei und Kunst zugleich, vielseitig und spektakulär.
Vierzig weltweit renommierte Künstler wie Loomit, DAZE oder Juandres Vera präsentieren ihre phantasievollen und teils verblüffenden Arbeiten, mit Andy K und Jens Besser sind auch zwei Dresdner vertreten. Das meistfotografierte Bild dürfte sicherlich die 3-D-Welt von Leon Keer sein, ein wunderbares Spiel der Komposition von Dreidimensionalität in einem zweidimensionalen Foto. Doch auch all’ die anderen beeindruckenden Werke laden zum Verweilen und Bestaunen ein. Dank eines digitalen Ausstellungsführers bekommen die Besucher weitere Informationen zu allen Arbeiten und Künstlern.
Noch vor den Eingang zur Ausstellung gibt das „Intro“ einen Überblick über die Graffiti-Geschichte in Dresden, wobei die Zusammenarbeit mit SPIKE so einiges an Lokalkompetenz eingebracht haben dürfte. Ich vermute natürlich, dass dieser Teil der Ausstellung in München Anderes beinhalten wird.
Apropos München: Die Magic City ist nur noch bis 5. März 2017 in der Dresdner Zeitenströmung zu besichtigen, ab 13. April 2017 werden die Stadttore dann im Olympiapark München geöffnet.
Foto: Klaus Heidemann

Donnerstag, 22. Dezember 2016

In der Druckerei: Der DIAMIR-Sonderkatalog USA

Der in diesem Jahr letzte Katalog ist nun auch in der Druckerei: der Sonderkatalog USA von DIAMIR Erlebnisreisen. Naturerlebnisse in Alaska, wie z.B. Huskytouren, waren im bereits veröffentlichten Kanada-Alaska-Katalog enthalten. Nun folgen also die Angebote im Kerngebiet zwischen Kanada und Mexiko. Neben neu ins Programm aufgenommene Regionen wie die Everglades in Florida oder die Appalachen im Osten verstärken auch die vielfältigen Selbstfahrertouren mit Mietwagen oder Camper das DIAMIR-Angebot in den Vereinigten Staaten. Letzteres war bereits im Kanadakatalog abzusehen.
Der Umschlag des 68-seitigen Katalogs ist wieder 5-farbig angelegt. Das vorliegende sehr gute Bildmaterial bewirkt eine optisch ansprechende Präsentation der unterschiedlichen Touren und ihrer individuellen Eigenheiten. Gedruckt wird der Katalog natürlich wieder in der Druckerei Vetters in Radeburg.
Bestellen kann man den USA-Katalog direkt bei DIAMIR Erlebnisreisen.

Samstag, 3. Dezember 2016

In der Druckerei: Der Katalog von ALMOTO Motorradreisen

Der Jahreskatalog von ALMOTO Motorradreisen ist auf 88 Seiten auch für 2017 wieder vollgepackt mit Motorradreisen in Europa und Marokko. Die Reisegruppen sind bewusst klein gehalten (meist maximal 8 Motorräder), um das Reiseerlebnis möglichst groß zu gestalten. „Die Gruppe passte wunderbar, die Touren waren perfekt, der lang anhaltende Sommer war mit uns, das Hotel ein Traum und die gemeinsamen Abende in lauen Sommernächten unbeschreiblich schön“, beschreibt Inhalberin Manuela Wollny ihre letzte Tour im Jahr 2016.
Dann folgte die Büroarbeit und die Fertigstellung des Katalogs. „Die meiste Zeit hat das Korrektur lesen beansprucht“, erklärt Manuela Wollny auf ihrer Facebook-Seite. Das Ergebnis vermittelt m.E. Motorradfreude pur, ob als Tagestour im Schwarzwald oder als 12-tägige Rundfahrt auf Sizilien. Bestellen kann man den Katalog direkt bei ALMOTO.

Donnerstag, 24. November 2016

So geht Dresden

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“, so beginnt ein Aufruf von Dresdner Politikern, Unternehmern, Künstlern und Bürgern. Natürlich ist dieser Aufruf auch eine Reaktion auf die medienwirksamen Pöbeleien am 3. Oktober. Denn gerade solche asozialen Äußerungen prägen derzeit das Bild Dresdens. Gern wird dabei übersehen, dass 2000 PEGIDA-Demonstranten bei 550.000 Einwohnern nicht gerade die Mehrheit bilden, auch wenn diese anderes von sich behaupten. Hinzu kommt, dass ein nicht unwesentlicher Teil gar nicht aus Dresden kommt, sondern aus den umliegenden kleinen Städten und Dörfern: Freital, Heidenau, Reinhardtsdorf-Schöna…
Wie auch immer. Es gab und gibt regelmäßig Aktionen in Dresden, die ein anderes Bild aufzeigen. Unvergessen sind z.B. die jährlichen Menschenketten und Blockaden gegen die rechtsextremistischen Demonstrationen anlässlich des 13. Februars, dem Jahrestag des Bombardements Dresdens 1945. Getragen werden solche Aktionen von der Landeshauptstadt sowie Initiativen wie Dresden Nazifrei oder Dresden für alle.
Nun also der Aufruf zu Respekt und Menschlichkeit. Neu daran ist, dass sich alle seriösen Parteien von CDU bis Linke hinter diesen Aufruf gestellt haben. „Trotz unterschiedlicher politischer Meinungen einen uns die Grundrechte unseres Grundgesetzes“, wird darin der Konsens formuliert. Schade, dass man das heute extra betonen muss, und zwar nicht nur in Dresden.
Foto: Klaus Heidemann

In der Druckerei: Der Katalog von Mediterrana Tours

Auch dieses Jahr enthält der 32-seitige Katalog von Mediterrana Tours Wanderreisen in der Mittelmeerregion: Die Reisen in Frankreich, Italien, Bosnien, Montenegro, Albanien und auf Zypern werden in kleiner Gruppe durchgeführt.
Neu im Programm ist dagegen die Sächsische Schweiz: „Eine Reise in unserer Wanderheimat“, wie Inhaber Michael Herrmann betont. „Die wilde Schönheit des Elbsandsteingebirges mit seinen bizarren Felsformen inspiriert seit Jahrhunderten Naturliebhaber und Künstler“, erklärt er. Eine schöne Idee, wie ich meine.
Gedruckt wird der quadratische Katalog von der Druckerei Schütz in Kamenz auf umweltfreundlichem Papier.

Samstag, 5. November 2016

Klausurtagung der Gremien von Wir gestalten Dresden

Wir gestalten Dresden, der Branchenverband der Kultur- und Kreativwirtschaft, unternahm heute eine Klausurtagung, um die internen Arbeitsabläufe zu optimieren. Es war spannend und produktiv. Die Ergebnisse wird man sicherlich bald erleben können.
Ort der Tagung war übrigens das Haus Schminke in Löbau, was dem Ganzen noch einen zusätzlichen kreativen Reiz verschaffte.

Samstag, 29. Oktober 2016

Die Vorteile von variablen Fonts

Welcher Grafiker kennt das nicht? Die Schrift bräuchte man für den Entwurf ein klein wenig schmaler, für die Überschrift aber auch ein ganz wenig fetter. Doch bei manchmal nur vier Schriftschnitten ist eine solche feine Abstufung leider nicht möglich. Man behilft sich mit kleinen Kniff: die Buchstabenbreite wird im Satzdokument etwas verringert, eine schmale Kontur um den Buchstaben gelegt. Auch wenn behutsame Eingriffe in die Buchstabenform optisch kaum auffallen, ist das doch nicht gerade eine optimale Lösung.
Bis vor gut zehn Jahren gab es dafür Multiple-Master-Fonts. Ein Beispiel dafür war die Myriad (siehe der Screenshot eines Entwurfs aus dem Jahr 2001, der zugegebenermaßen qualitativ noch verbesserungswürdig wäre). Ausgehend von einem Masterfont konnte man Buchstabenbreite und -fette stufenlos erzeugen (dafür stehen die Ziffern hinter dem Schriftnamen). Notwendig war dafür der Adobe Type Manager, dessen Entwicklung allerdings 2005 beendet wurde. Das bedeutete das Aus für Multiple Master Fonts.
Mit der nun veröffentlichten Schriftfonts-Spezifikation OpenType 1.8 kehren die Multiple-Master-Fonts zurück, wie typografie.info meldet. Alle relevanten Software-Anbieter wie Adobe oder Apple hätten sich auf Details des neuen Standards geeinigt, so heißt es weiter. Zu den bereits genannten Vorteilen kommen noch zeitgemäße Aspekte des elektronischen Publizierens hinzu: „So kann sich etwa die Breite der Schrift dynamisch mit der Spaltenbreite ändern“, schreibt Ralf Herrmann in seinem Artikel.
Nun müssen die neuen Spezifikationen noch in die Anwendungsprogramme wie Adobe InDesign oder QuarkXPress implementiert werden, um die Nutzbarkeit der neuen Fonts und deren Vorteile zu ermöglichen. Das wird wahrscheinlich nicht reibungslos und auch nicht ganz frei von (finanziellem) Aufwand für den Nutzer vonstatten gehen. In die Schriften müsste sowieso investiert, die Anwendungsprogramme auf den aktuellen Stand gebracht werden. Doch: Ich freu’ mich drauf.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Aus Liebe zum Buch

In der arte-Sendung »Das sinnliche Buch« werden verschiedene Akteure der Produktion eines Buches vorgestellt: Gestalter, Drucker, Verleger, Händler. Doch eins eint sie alle: Die Liebe zum Buch und zur handwerklichen Kunst der Umsetzung. Ein solch’ hochwertig hergestelltes Buch ist eben mehr als eine Ansammlung von Einsen und Nullen, ein solches Buch ist auch sinnlich zu erleben. Dabei wird vor allem deutlich: Ein Buch, welches mit Liebe konzipiert und mit Leidenschaft hergestellt wird, hat auch in der Zukunft seine Daseinsberechtigung. Bei einer 08/15-Umsetzung dagegen wird es das gedruckte Buch sehr schwer haben, gegen die digitale Variante zu bestehen.
»Das sinnliche Buch« ist eine Empfehlung an Buchbegeisterte und Medieninteressierte, die Sendung ist noch eine Woche in der Mediathek zu sehen.
Foto: Klaus Heidemann, Druckmaschine Heidelberg Quickmaster bei WDS Pertermann, 1998